Auswirkungen des Klimawandels auf den Rasen

Die Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Rasen

Seit einiger Zeit erleben wir in der gemäßigten Klimazone Deutschland immer stärkere Wetterkapriolen in immer kürzeren Abständen. Dass sich unser Klima verändert hat und auch noch weiter verändern wird, darf mittlerweile als gesichert angenommen werden. Neben extremen monsunartigen Regenfällen gegen die man nur sehr wenig gärtnerische Kunst gegenhalten kann, stellten die extremen Höchsttemperaturen das sicherlich größte Problem dar. Doch was heißt das für unseren Garten und hier ganz speziell für unseren Rasen?



Hohe Temperaturen sind vom Prinzip her nicht so schlimm, solange unserem Rasen genug Wasser zur Verfügung steht. Doch mit den Wetterveränderungen haben sich auch die Niederschlagszeiten stark verändert. Das Frühjahr, bekannt für seine sonst so ergiebigen Niederschläge, wird immer trockener und heißer und scheint dem Hochsommer in nichts mehr nachzustehen. Und der sonst so wohlig warme Sommer wechselt derweil zu einer Regenperiode und überschüttet uns in wenigen Wochen mit der Menge Wasser, die unser Garten im Frühjahr gebraucht hätte, um einen erfolgreichen Start in die Vegetationsphase zu vollziehen. Doch gerade im Frühjahr, zu Beginn der Vegetationsperiode benötigen die Pflanzen Wasser in ausreichender Menge, um zum einen ihren Stoffwechselprozess ordnungsgemäß durchführen zu können und zum anderen die im Boden gebundenen lebensnotwendigen Nährstoffe zu mobilisieren. Bei all zu hohen Temperaturen muss die Pflanze zudem das vorhandene Bodenwasser einsetzen um sich zu kühlen. Ohne diesen Effekt der Transpiration würden sich die Blätter zu schnell und zu stark erwärmen, was letztendlich zum Verbrennen führt. Zu viele dieser Verbrennungen bewirken dann zwangsweise das Verkümmern und letztendlich das Absterben der gesamten Pflanze.

Bei extremen Trockenphasen kann es jedoch gerade im Frühjahr zu noch gravierenderen Problemen kommen. Wie schon erwähnt beginnen die Gräser in dieser Zeit ihren Stoffwechselprozess anzukurbeln und u.a. Blattknospen bzw. neue junge Halme zu produzieren. In der Regel kann der Boden nach den kalten und feuchten Wintertagen zumindest für die erste Zeit genug Wasser zur Verfügung stellen, um den Stoffwechselprozess in der Pflanzen anzustoßen. Doch fehlt es der Pflanze im Anschluss daran an einer ausreichend Wasserversorgung weil die Erwärmung zu schnell voran schreitet, unterbleibt eine vollständige Ausbildung notwendiger junger Halme bzw. junger Knospen und das Wachstum bzw. die Vegetation der Pflanze kommt bereits in diesem Frühstadium zum erliegen.  Da dieser Entwicklungsvorgang einer der empfindlichsten Prozesse in der gesamten vegetativen Entwicklung einer Pflanze ist, hat eine Wassermangel während dieser Zeit einen der größten und nachhaltigsten negativen Einflüsse auf den gesamten Pflanzenorganismus.

Unser Rasen ist von allen Gartenpflanzen besonders stark von den negativen Einflüssen eines zu heißen Frühjahrs betroffen. Nicht nur, dass die Rasenflächen überwiegend in sonnigen Lagen angelegt sind, sondern auch die Tatsache, dass eine Rasenfläche nur aus Gräsern besteht, die allesamt kurz gehalten werden und somit einer notwendige Beschattung des Bodens nur bedingt gerecht werden können sorgen dafür, dass eine Austrocknung des Bodens wesentlich schneller vonstatten geht als bei allen anderen bodendeckenden Gartenpflanzen. Zudem besitzt ein Rasen im Vergleich zu seiner üppigen Blattmasse nur sehr kurze Wurzeln die nur wenige Zentimeter in den Boden hinein reichen, so dass einer Erschließung tiefer liegender Wasserreserven für diese Pflanzen natürliche Grenzen gesetzt sind.

Doch welche Möglichkeiten gibt es einer Austrocknung des Bodens bzw. einer Verbrennung des Rasens entgegen zu wirken? Von ganz entscheidender Bedeutung ist eine angepasste Rasenpflege. Wie diese aussehen sollte erfahren Sie hier – bitte Klicken –!



3 Kommentare

  • Mal eine Frage: nutzt ihr Rasenfarbe (sowas hier: https://www.teamsportbedarf.de/shop/rasenmarkierungsfarbe/ )? Um an der einen oder anderen Stelle ein wenig zu schummeln und den GArten besser aussehen zu lassen? ^^ ich habe es dieses Jahr gemacht und es sah schon gut aus, wenn mannicht ganz genau hingeschaut hat… 😉

    • Unter dem Link habe ich jetzt nur Markierfarbe gefunden, also die klassisch weiße Farbe zur Spielfeldeinfassung. Aber es stimmt, es gibt tatsächlich eine Rasenfarbe die den grünen Farbton der Gräser verstärken bzw. hervorheben soll. Einfach mal „Rasenfarbe grün“ in die Suchmaschine eingeben.
      Da uns selbst nur wenig Informationen zu diesen Produkten (die überwiegend im professionellen Bereich eingesetzt werden) vorliegen, kann ich dazu noch nicht viel sagen. Aber es ist sicherlich ein interessantes Thema dem wir uns mal näher zuwenden werden. Danke für den Hinweis!

  • Ja, Rasenfarbe soll ja auch nur eher eine Notlösung sein, mein Ziel ist es ja auch, ohne Tricks auszukommen… Nächstes Frühjahr werde ich einen nächsten Anlauf starten 🙂

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