Rasenpflege

Grundlegende Maßnahmen für einen schönen Rasen

Eine der grundlegenden Maßnahmen beginnt bereits bei der Anlage einer Rasenfläche.gras

  • Ist der Boden locker genug um eine schnelle Durchwurzelung zu gewährleisten und einer möglichen Staunässe bzw. einem oberflächlichen Abfließen bei zu viel Niederschlag entgegen zu wirken?
  • Und ist der Boden auf der anderen Seite humusreich genug, um möglichst viel Wasser in den Kapillaren zu speichern ohne es ungenutzt in tiefere Schichten abzuleiten?

Die Überprüfung und gegebenenfalls Aufarbeitung des Rasengrundes ist eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Neuanlage einer zukünftigen Rasenfläche und wirkt sich ganz entscheidend auf die spätere Entwicklung der Fläche aus. Doch obwohl die beiden ober erwähnten Punkte in jedem Gartenratgeber als wichtige Grundlage erwähnt werden, lässt man sie bei nahezu jeder Neuanlage gerne außer acht. Dabei ist doch der Boden der wichtigste Bestandteil des gesamten Gartens und damit natürlich auch der Rasenfläche.



Es würde an dieser Stelle den Rahmen des Themas sprengen weiter auf die Aufarbeitung des Bodens einzugehen, daher soll es hier bei einer einfachen Aufzählung der notwendigsten Punkte bleiben.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist die regelmäßige Pflege der Grasnarbe und das richtige Mähen, vorzugsweise mithilfe der Mulchmahd.

  • Nur eine „unkrautfreie“ und gut durchwurzelte Grasnarbe garantiert eine maximale Wasseraufnahme durch den Boden und somit eine uneingeschränkte Verfügbarkeit für die einzelnen Gräser. Das regelmäßige Vertikutieren
    der Rasenfläche (ein bis zwei Mal pro Jahr) ist daher ein grundlegender Bestandteil der saisonalen Pflegemaßnahmen und sollte nicht vernachlässigt werden.
  • Eine ordentliche Mulchmahd versorgt die Pflanze zudem nicht nur mit organischem Dünger, den sie selber erzeugt hat, sondern bedeckt auch den Boden zwischen den Halmen, was einer vorschnellen Verdunstung auf sehr produktiver Art und Weise entgegen wirkt.
  • Während extrem warmer Perioden sollte beim Mähen die Schnitthöhe nicht zu kurz eingestellt werden, damit einer übermäßigen Evaporation (Bodenverdunstung) entgegengewirkt wird.
  • Zudem garantiert die regelmäßige Einarbeitung von Kompost innerhalb der Grasnarbe (ggf. in Form eines Kompost-Sand-Gemisches) den Aufbau und Erhalt einer selten gewordenen, aber für ein ordentliches Bodenleben notwendigen, Humusschicht. (siehe auch: Der richtige Untergrund)
  • Als letzte Maßnahme, die das Austrocknen und Verbrennen des Rasens verhindert, ist natürlich noch das richtige und regelmäßige Bewässern der Fläche zu nennen.

Wie wichtig die Sonnenscheindauer für Ihren Rasen ist erfahren Sie im nächsten Rasenthema LICHT UND SCHATTEN!



4 Kommentare

  • Danke für die interessanten Informationen!
    Ich selbst habe vor Allem im Frühjahr und Herbst immer wieder Probleme mit Moos im Rasen.
    Was halten Sie denn im allgemeinen davon den Rasen zu vertikutieren um das Moos los zu werden?

    • Hallo! Moos mag es feucht und kommt deshalb vor allem im Frühjahr und Herbst ganz auf seine Kosten. Dies ist vielfach auch die Zeit in denen der Rasen mangels ausreichendem Licht und aufgrund niedriger Temperaturen selbst keinen starken Stoffwechsel betreibt, so dass vorhandene Lücken in der Grasnarbe schnell vom Moos besiedelt werden können. Dieser an und für sich natürliche Prozess wird jedoch vielfach noch durch eine schlechte Nährstoffversorgung im Boden verstärkt. Die Ursache kann dabei recht vielfältig ausfallen: eine zu starke Stickstoffdüngung im Spätsommer und Herbst und zeitigen Frühjahr schwächt die Gräser so das sie unter Umständen ausfallen. Auch die vornehmliche Verwendung mineralischer Dünger auf der Rasenfläche trägt dazu bei dass sich zu viele Salze in der oberen Bodenschicht ansammeln, was mit der Zeit zu einer Versauerung des Bodens führt wodurch es zu Mangelerscheinungen bei einzelnen Gräsern kommen kann und häufig ebenfalls den Ausfall einzelner Gräser mit sich führt. Woran es in ihrem Fall liegt, dass Moos sich an einigen Stellen besonders gerne ansiedelt, lässt sich aus der Ferne nicht ohne genauerer Untersuchung festlegen. Ein einfacher pH-Wert Test und eine jahreszeitlich angepasste Düngung hilft jedoch das Problem zu einem großen Teil einzudämmen. Wenn sie zusätzlich auf Nummer sicher gehen wollen empfehle ich ihnen einen kompletten Wechsel der Rasendüngung auf Organische Dünger (z.B. Neudorff oder Oscorna). Bei diesen Düngern wird in erster Linie das Bodenleben gefördert und somit die Gefahr der Falsch- oder Überdüngung weitestgehend minimiert.
      Natürlich kann auch das Vertikutieren einen entscheidenden Anteil an der Qualität ihres Rasens haben. Es ist dabei jedoch wichtig darauf zu achten, dass dies nicht zu früh, bzw. zu spät im Jahr durchgeführt wird. Ideal ist Ende April und Anfang September. Dann haben die jungen Gräser die sie nach dem Vertikutieren ausbringen noch optimale Bedingungen haranzuwachsen und dem Moos die Fläche zu nehmen.

  • Guten Tag,

    durch die trockene Witterung die letzten Wochen habe
    ich den Rasen nur noch selten gemäht.
    Die Folge ist nun nach dem Regen, dass er beginnt zu blühen.
    Ist es nun sinnvoll den blühenden Rasen ausblühen zu lassen,
    dass er sich selber aussähen kann? Oder ist es besser ihn
    wieder zu kürzen?

    Herzlichen Dank für eine Antwort!
    Liebe Grüße

    • Hallo! Ein blühender Rasen ist nicht problematisch und zeigt, dass es den Gräsern an dieser Stelle gefällt. Problematisch kann es nur werden, wenn Sie den Rasen aufgrund der Blüte zu lang werden lassen, Sie aber schnell wieder einen kurzen Rasen haben möchten. Hier sollten Sie einen starken Rückschnitt vermeiden um die Gräser nicht zu sehr zu schwächen. Maximal ein Drittel sollten Sie dann auf ein Mal abmähen, auf keinen Fall mehr.
      Auch sollte Ihnen bewusst sein, das mit Sicherheit nicht alle Gräser blühen werden. Ein natürliches Aussamen kann zwar zu einer dichteren Grasnarbe beitragen, wird das u.U. gewünschte Mischungsverhältnis der Rasenmischung jedoch verändern. Hier sollte man sich die Frage stellen ob dies gewünscht ist oder nicht.

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